Ein Tag hat 24 Stunden. Auch der heutige Tag wird, wie seine Vorgänger, nach 24 Stunden zu Ende sein. Dieser Ausnahmslosigkeit kann sich kein Tag entziehen, genauso wie keiner von uns diese Gegebenheit umgehen kann. Oder doch?
Am 24.01.1776 kam in Königsberg ein Mann zur Welt, den man in Literatur, Musik und darstellender Kunst heute unter dem Namen Ernst Theodor Amadeus Hoffmann kennt. Seine Tage schienen oft weitaus mehr als 24 Stunden aufzuweisen. Wie sonst hätte es sein können, dass ein einziger Mensch in einem Leben derart viele bedeutende Kunstwerke zustande brachte?
„Der goldene Topf“ ist eines seiner wohl bekanntesten Werke und die, wahrscheinlich mit Abstand, erfolgreichste Novelle seiner Zeit. Realität und Illusion vereinen sich, so wie zahlreiche andere, nicht selten rivalisierende, Gegensätze, welche ohneeinander jedoch nicht existieren würden.
Kater und Papagei dienen im goldenen Topf nicht nur als wertvolle Charaktere, sondern sind auch als allegorische Darstellung widersprüchlicher Wertegefühle und Lebensauffassungen zu verstehen – Figuren, deren Wert erst durch das Gegenüber zum Ausdruck kommt, auch, oder gerade weil es sich in einem Feindbild manifestiert. Diese zwanghafte Symbiose treibt unvermeidlich zur Verschmelzung – zumindest könnte das eine Interpretationsmöglichkeit des Lesers sein. Eine Hand voll Personen hat diesen Gedanken tatsächlich aufgegriffen und zu Ende gedacht – Parrotom.
Parrotom ist die musikalische Weiterentwicklung der Vorgängerband Forbidden Area (myspace.com/forbiddenarea). Während Forbidden Area sich quer durch das Atlantis der Rockmusik geschlagen hat, kreuzen sich die musikalischen Wege bei Parrotom in einem Brennpunkt – Pop-Rock mit Elektroeinflüssen und vereinzelten ausreißerischen Grillen.
Die Band wurde am 24.01.2010 geboren; unmittelbar nachdem das letzte Kapitel des Forbidden Area Romans vollendet und das Buch somit zugeklappt wurde. Schlagzeuger Manuel Schuster verfasste gemeinsam mit Christoph Hahn (Gesang, Gitarre, Piano) den Prolog zum neuen Werk Parrotom. Die erste Vigil stellt das, im März 2010 erschienene, Album „Map Of Agnostics“ da. Alle weiteren ruhen bislang noch in den Federn der Künstler. Doch wenn du Lust hast, geneigter Leser, kannst du ab heute die Entstehung des neuen Werkes verfolgen und, wer weiß, vielleicht sogar selbst die Rolle eines Protagonisten in dieser aufkeimenden Geschichte übernehmen…



